Gott sucht nicht nach perfekten Menschen, sondern nach ehrlichen Herzen. Oft verstecken wir uns – wie Adam und Eva – aus Scham, Angst oder Unsicherheit. Doch Gott fragt: „Wo bist du?“ Er lädt uns ein, mit unseren „dreckigen Händen“, mit unserer Schwäche und unseren Fehlern zu ihm zu kommen. Ehrlichkeit ist der erste Schritt in seine Nähe. Wenn wir aufhören, uns zu verstellen, und ihm alles bringen, begegnet er uns mit Gnade und Annahme.
Es ist befreiend, vor Gott nichts verstecken zu müssen. Er kennt uns ohnehin durch und durch. Wenn wir ehrlich werden, kann er uns begegnen und unser Herz verändern. Seine Liebe stellt uns nicht bloß, sondern nimmt uns an – gerade da, wo wir uns am meisten schämen. Wage heute den Schritt, Gott alles zu sagen, was dich bewegt.
„Denn siehe, du hast Lust zur Wahrheit im Innersten, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun.“ (Psalm 51,8 ESV)
Reflexion: Gibt es etwas, das du vor Gott bisher versteckt hast? Wage es heute, ihm ehrlich davon zu erzählen – ohne Ausreden, ohne Masken.
Es ist leicht, Gott um Hilfe, Lösungen oder Wunder zu bitten. Doch Gott möchte, dass wir ihn selbst suchen – nicht nur das, was er uns geben kann. Wenn wir Gott nur als Mittel zum Zweck sehen, verpassen wir sein Herz. Die tiefste Erfüllung liegt darin, in seiner Nähe zu sein, unabhängig davon, ob unsere Wünsche erfüllt werden.
Gott lädt dich ein, ihn kennenzulernen – seine Gegenwart, sein Wesen, seine Liebe. Das größte Geschenk ist nicht das, was er tut, sondern wer er ist. Wenn du dich nach mehr sehnst, dann suche heute nicht zuerst nach Antworten, sondern nach seiner Nähe. Lass dich überraschen, wie viel Frieden und Freude darin liegt, einfach bei ihm zu sein.
„Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“ (Jesaja 55,6 ESV)
Reflexion: Wann hast du das letzte Mal Zeit mit Gott verbracht, ohne etwas von ihm zu wollen? Wie könntest du heute einfach seine Nähe suchen?
Im Alten Testament war Gottes Gegenwart etwas Fernes, oft nur wenigen zugänglich. Doch durch Jesus ist der Weg frei – der Vorhang ist zerrissen. Wir dürfen jederzeit vor den Thron der Gnade treten. Das ist ein unfassbares Geschenk, das unser Leben verändern kann, wenn wir es wirklich ergreifen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Gott so nah sein dürfen. Seine Nähe ist das größte Wunder. Du musst nicht warten, bis du „besser“ bist – du darfst jetzt kommen, so wie du bist. Gott freut sich, wenn du seine Einladung annimmst und vor seinen Thron trittst, egal wie du dich fühlst.
„Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ (Hebräer 4,16 ESV)
Reflexion: Was hält dich manchmal davon ab, direkt zu Gott zu kommen? Wie könntest du heute ganz bewusst vor seinen Thron treten?
Gott sucht keine leeren Rituale oder oberflächliches Lob. Wahre Anbetung kommt aus einem zerbrochenen, ehrlichen Herzen. Auch wenn du Zweifel, Enttäuschung oder Schwäche spürst – bring alles zu Gott. Er lädt dich ein: „Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider.“ Er will dein echtes Herz, nicht deine perfekte Fassade.
Gerade in unserer Zerbrochenheit begegnet uns Gott besonders tief. Wenn wir ihm unser Innerstes öffnen, kann er uns trösten, heilen und neu machen. Echte Anbetung entsteht, wenn wir mit allem, was uns bewegt, zu ihm kommen – auch mit unseren Fragen und Schmerzen.
„Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.“ (Psalm 51,19 ESV)
Reflexion: Gibt es einen Bereich in deinem Leben, in dem du dich schwach oder zerbrochen fühlst? Wie könntest du Gott heute genau damit anbeten?
Gottes Einladung, in seine Nähe zu kommen, gilt immer wieder neu. Egal, wie oft du schon zu ihm gekommen bist oder wie weit du dich entfernt hast – seine Gnade und Barmherzigkeit sind jeden Tag frisch. Es ist nie zu spät, ehrlich zu werden und seine Nähe zu suchen. Der Weg zu Gott ist offen, und er wartet darauf, dass du kommst.
Du musst nicht perfekt sein, um zu Gott zu kommen. Seine Arme sind weit geöffnet, jeden Tag. Lass dich heute neu einladen, vor seinen Thron zu treten – mit allem, was dich bewegt. Seine Liebe und Gnade sind größer als alles, was dich zurückhält.
„Die Gnade des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, denn seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu; und deine Treue ist groß.“ (Klagelieder 3,22-23 ESV)
Reflexion: Was hindert dich manchmal daran, Gottes Einladung anzunehmen? Wie könntest du heute ganz neu auf seine Gnade antworten?
Zusammenfassung der Predigt
In dieser Predigt ging es um das Suchen und Finden Gottes – nicht um das, was er uns geben kann, sondern um ihn selbst. Anhand von Jeremia 29,12-14a wurde deutlich gemacht, dass Gott sich von denen finden lässt, die ihn von ganzem Herzen suchen. Die Predigt führte uns durch drei Stationen: das Verstecken hinter dem Gebüsch (wie Adam und Eva nach dem Sündenfall), das ehrliche Suchen nach Gott und schließlich das mutige Eintreten vor seinen Thron. Es wurde betont, wie oft wir uns aus Scham oder Angst vor Gott verstecken, anstatt mit unseren „dreckigen Händen“ ehrlich zu ihm zu kommen. Die Einladung war, Gott nicht nur wegen seiner Gaben zu suchen, sondern wegen seiner Gegenwart – denn das größte Wunder ist, dass wir durch Jesus direkten Zugang zu Gottes Thron haben.
Manchmal verstecken wir uns vor Gott, weil wir uns schämen oder denken, wir sind nicht würdig. Doch Gott fragt uns immer wieder: Wo bist du? Er will uns nahe sein, egal wie schmutzig unsere Hände sind.
Es funktioniert nicht, die Wunder zu suchen und Gott zu finden. Es geht darum, Gott zu suchen – und dann die Wunder zu finden. Die Nähe zu Gott ist das größte Wunder von allen.
Gott will nicht deine leere Anbetung oder deinen leeren Gottesdienst – er will dein Herz. Komm ehrlich vor ihn, mit allem, was dich bewegt, auch mit deiner Scham, Angst oder Enttäuschung.
Wir suchen oft die Antwort mehr als den, der sie hat. Wir wollen Heilung, aber nicht den Heiler. Doch das größte Geschenk ist nicht das, was Gott uns gibt, sondern Gott selbst.
Wie absurd ist es, dass wir Menschen denken, wir könnten uns vor einem Gott verstecken, der alles geschaffen hat und alles sieht? Und doch tut Gott uns nicht bloßstellen, sondern sucht uns liebevoll.
Wenn du Gottes Willen tust, nur um Gottes Dinge zu bekommen, verpasst du Gottes Herz. Es geht nicht um das, was er dir geben kann, sondern um ihn selbst.
Du kannst Gott nah sein – das ist das größte Wunder. Der Vorhang ist zerrissen, der Zugang zum Thronsaal ist offen. Gott hat alles dafür getan, damit du ihm begegnen kannst.
Gott lässt sich von dir finden, wenn du ihn von ganzem Herzen suchst. Er sucht dich – darum suche auch du ihn.
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