Die Liebe zur Welt ist eine Liebe mit falschem Ziel. Wenn wir unser Herz an die Dinge dieser Welt hängen, verlieren wir die Liebe des Vaters aus dem Blick. Die Welt lockt uns mit vielen Angeboten – Besitz, Erfolg, Anerkennung – doch sie kann unser Herz nicht wirklich erfüllen. Es ist unmöglich, Gott und die Welt gleichzeitig zu lieben, denn sie stehen sich wie Licht und Dunkelheit gegenüber. Die Frage ist: Was nimmt in deinem Herzen den meisten Raum ein?
Gott lädt dich ein, ehrlich zu prüfen, wo du noch mehr an das Vergängliche gebunden bist als an ihn. Es geht nicht darum, alles Weltliche zu meiden, sondern darum, was dein Herz regiert. Nur wenn Gott an erster Stelle steht, kann seine Liebe dich wirklich erfüllen und verändern.
„Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Matthäus 6,21 ESV)
Reflexion: Gibt es einen Bereich in deinem Leben, in dem du merkst, dass dir etwas Weltliches wichtiger ist als Gott? Was wäre ein erster Schritt, um Gott diesen Bereich heute neu anzuvertrauen?
Die Quelle unserer Liebe entscheidet über ihre Qualität. Liebe, die aus Begierden des Fleisches, der Augen oder aus Stolz entspringt, ist eine verdrehte Liebe, die uns von Gott wegführt. Sie sucht das Eigene, das Vergängliche, und bleibt letztlich leer. Wahre Liebe aber hat ihren Ursprung in Gott. Sie richtet sich auf das, was ewig Bestand hat, und sucht das Wohl des Anderen und die Ehre Gottes.
Es ist wichtig, die Motive unseres Herzens zu prüfen: Was treibt mich an? Suche ich Anerkennung, Besitz oder Vergnügen, oder ist meine Liebe von Gottes Liebe geprägt? Gott möchte unser Herz reinigen und uns eine neue Ausrichtung schenken, damit wir lieben, wie er liebt.
„Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten.“ (Römer 12,9 ESV)
Reflexion: In welcher Situation hast du dich in letzter Zeit dabei ertappt, aus Stolz oder Begierde zu handeln? Wie könntest du Gott heute konkret bitten, deine Motive zu verändern?
Die Muster der Versuchung sind zeitlos und wiederholen sich. Schon im Garten Eden und bei der Versuchung Jesu begegnen uns dieselben Prinzipien: Lust des Fleisches, Lust der Augen, Hochmut des Lebens. Diese Versuchungen sind oft subtil und tarnen sich als etwas Gutes oder Notwendiges. Doch sie führen uns weg von Gott und lassen uns auf das Vergängliche bauen.
Es ist ein geistlicher Lernprozess, diese Muster zu erkennen und ihnen zu widerstehen. Gott gibt uns durch sein Wort und seinen Geist die Kraft, Versuchungen zu entlarven und wie Jesus standzuhalten. Es lohnt sich, aufmerksam zu sein und die eigenen Schwachstellen ehrlich vor Gott zu bringen.
„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15 ESV)
Reflexion: Welche Versuchung begegnet dir immer wieder? Wie könntest du heute ganz praktisch einen Schritt gehen, um dieser Versuchung mit Gottes Hilfe zu widerstehen?
Das Leben auf vergängliche Dinge zu bauen, ist wie eine Sandburg zu errichten. Auch wenn unser Fundament Christus ist, können wir unser Leben mit vergänglichen Dingen „aus Sand“ aufbauen – Karriere, Besitz, Anerkennung. Am Ende wird alles, was nicht auf Gott gegründet ist, vergehen.
Gott lädt dich ein, dein Leben mit „Steinen“ zu bauen, die Bestand haben: seinen Willen zu tun, in das Ewige zu investieren, Beziehungen zu leben, die von seiner Liebe geprägt sind. Es ist eine tägliche Entscheidung, das Vergängliche loszulassen und das Ewige zu suchen.
„Denn niemand kann ein anderes Fundament legen als das, das gelegt ist, welches ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf dieses Fundament baut, Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh – so wird das Werk eines jeden offenbar werden.“ (1. Korinther 3,11-13a ESV)
Reflexion: Was ist ein „Sandburg-Bereich“ in deinem Leben, den du heute bewusst auf das Fundament Gottes stellen möchtest? Wie könnte ein erster Schritt dazu aussehen?
Die Hoffnung des Christen liegt in der Ewigkeit, nicht im Vergänglichen. Alles unter der Sonne ist vergänglich, aber was Gott tut, bleibt für immer. Unsere Zeit ist begrenzt, und es lohnt sich, sie in das zu investieren, was bleibt.
Gott lädt dich ein, deine Perspektive auf ihn auszurichten, Raum in deinem Herzen für ihn zu schaffen und ihn zu lieben, weil er dich zuerst geliebt hat. Die Ewigkeit beginnt nicht erst nach dem Tod, sondern schon jetzt, wenn wir unser Leben auf Gott ausrichten und in seiner Liebe leben.
„Denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.“ (2. Korinther 4,18 ESV)
Reflexion: Was könntest du heute tun, um deine Hoffnung neu auf das Ewige auszurichten? Gibt es eine konkrete Entscheidung, die du treffen möchtest, um mehr in Gottes Reich zu investieren?
Zusammenfassung der Predigt
In dieser Predigt ging es um die zentrale Aufforderung aus 1. Johannes 2,15-17: „Liebt nicht die Welt.“ Die Welt steht hier nicht für die Schöpfung oder die Menschen, sondern für ein System, das sich gegen Gott stellt – ein System der Sünde und Vergänglichkeit. Die Predigt zeigt auf, dass Liebe nicht gleich Liebe ist: Wahre Liebe richtet sich nach Gottes Definition und bedeutet, das zu lieben, was Gott liebt, und das zu hassen, was Gott hasst. Die Versuchungen der Welt – Lust des Fleisches, Lust der Augen und Hochmut des Lebens – führen uns immer wieder weg von Gott und lassen uns unser Leben auf vergängliche Dinge bauen. Doch nur wer den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. Die Einladung ist, unser Herz und unser Leben auf das Ewige auszurichten und Gott an die erste Stelle zu setzen.
Du kannst nicht Gott und gleichzeitig die Welt lieben. Wenn du die Wahrheit liebst, kannst du nicht die Lüge lieben. Wenn du das Licht liebst, kannst du nicht die Dunkelheit lieben. Sie sind absolute Gegenteile, wie zwei gegenpolige Magnete.
Die Gelüste dieser Welt verführen uns dazu, alles zu lieben – außer Gott. Daraus entsteht eine verdrehte Art der Liebe, eine Liebe aus falscher Quelle und mit falschem Ziel.
Es bedeutet nicht, sich in ein Kämmerchen zurückzuziehen. Es bedeutet, einem gottlosen System mit Gott zu begegnen, ein Licht in der Dunkelheit zu sein, die Sünde zu hassen und Gott zu lieben. Es bedeutet: Jesus first!
Selbst auf einem Fundament aus Stein kann man mit Sand aufbauen. Die Burg ist nicht auf Sand gebaut, die Burg ist aus Sand gebaut – und die Flut spült sie weg. Die Flut ist die Vergänglichkeit der Dinge.
Diesen Dingen der Sandburg nachzulaufen ist wie ein Haschen nach Wind, es ist wie nach Rauch zu greifen. Es ist ohne Substanz. Es ist eine Burg aus Sand. Den Willen Gottes zu tun ist allerdings eine Burg aus Stein.
Unsere Zeit ist knapp. Egal wie teuer die Uhr, die Sekunde ist für alle gleich. Die Tage deines Lebens sind gezählt – die Frage ist, ob du sie zählen lässt.
Wir leben in einer Welt voller Ablenkungen. Es ist so einfach, Gott aus den Augen zu verlieren. Aber das, was am Ende bleibt, ist Gott. Was ist dir wichtig? Wo liegt dein Fokus?
Die Dinge der Sandburg sind an sich okay, aber du sollst sie nicht lieben. Liebe Gott! Denn er ist es, der uns die Ewigkeit schenkt, der dich vor deiner Geburt kannte und dir dein Leben schenkt.
Lasst uns nicht die Welt mit ihrer Vergänglichkeit und Sünde lieben. Lasst uns stattdessen Gott lieben, der in Ewigkeit ist und liebt.
Lasst uns unsere Perspektive auf ihn ausrichten. Lasst uns ein paar Steine in unsere Sandburg einbauen!
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