Wie du die Gegenwart Gottes neu erlebst! | Jonathan Lörz

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Du bist berufen und geschaffen, Träger, Wohnort der puren Gegenwart Gottes zu sein in dir. Was heißt das? Das heißt, dass du in Momenten, wo eigentlich alles schwer ist und schwierig sein sollte, weil Gottes Gegenwart in dir wohnt, plötzlich Frieden und Freude erleben kannst. Das heißt, dass da, wo du vielleicht keine Hoffnung mehr hast, wo vielleicht Menschen dich rum keine Hoffnung mehr haben, du die Gegenwart Gottes in dir hast und plötzlich Frieden erleben kannst, merken kannst, wie Frieden von dir ausgeht. Das heißt, dass die Führung Gottes in dir ist. In Momenten, wo Du vielleicht nicht weiter weißt, kleine Momente im Alltag, große Momente in deinem Leben, wo Du plötzlich sagen kannst, oh danke Gott, dass du mir hilfst und du plötzlich Führung und Weisheit von Gott erlebst.

Es gibt keinen Weg in die Gegenwart Gottes außer durch das Kreuz. Immer und immer und immer wieder. Und dann stehst Du hier, ob Du es fühlst oder nicht. Und dann sagst Du, Gott, hier bin ich, schwach, kraftlos, abhängig. Aber ich brauch dich. Gib Du mir Kraft und Stärke und Freude.

Weißt Du, was Fasten macht? Wenn Du plötzlich Hunger kriegst, wenn plötzlich dein Kick wegfällt, wenn plötzlich Du vielleicht keine Kraft mehr für deine Arbeit hast. Du nimmst es auf einmal wahr. Fasten öffnet dir die Augen. Fasten lässt dich wieder sehen. Fasten heilt dich, nicht Jesus heilt dich. Fasten lässt dich sehen. Weil, wenn ich lang genug faste, kann ich keinen Sport mehr machen, weil ich hab keine Kraft mehr. Was passiert dann? Was kommt dann in mir hoch? Bei mir manchmal Dinge, die ich nicht so mag.

Jesus hätte nicht sterben müssen, wenn wir unser Leben einfach immer im Griff haben. Was Fasten macht, ist, Fasten zeigt uns unsere Götzen, zeigt uns unsere Abhängigkeiten. Und was Jesus in diesen Momenten sagt, ist, hey, Du beziehst deine Kraft vom Schlaf, damit Du nicht mürrisch wirst am nächsten Morgen. Weißt Du was? Ich bin gestorben für deine schlechte Laune, damit Du trotzdem Freude haben kannst.

Wir machen aber den gleichen Fehler, den Adam und Eva damals gemacht haben. Ich hab euch vorher erzählt von dem, wo ich beim Fasten mir Kaffee reingestellt hab. Warum hab ich das gemacht? Weil ich so Bock auf Espresso hatte? Nee, weil ich dachte, wenn ich keinen Kaffee kriege, schaffe ich diesen Tag nicht. Was hab ich in dem Moment gemacht? Die Bibel sagt, dass Gott unsere Kraft ist. Und es ist so simpel. Wir denken, ja, ja, Gott ist Nein, Gott ist unsere Kraft. Und ich denke, nein, der Kaffee ist meine Kraft. Und ich kann nicht ohne.

Und ich denke, nein, der Kaffee ist meine Kraft. Und ich kann nicht ohne. Und ich nehm diesen Kaffeebecher und Kaffee ist super, genieß deinen Kaffee. Aber wenn Du merkst, Du brauchst ihn und wenn Du ihn nicht kriegst, macht es etwas zu viel mit dir. Es ist ein Götze, den Du hast.

Guck mal, das ist der Ort der unmittelbaren Gegenwart Gottes. Und wir könnten jederzeit eintreten dort rein und das erleben, was ich vorher erzählt hab. Und immer wieder erlebe ich's aber nicht. Weil das Ding ist, wenn diese Sachen hier sind, die blockieren mir wieder den Weg. Und das Schlimme ist, man kann sich daran gewöhnen, dass man diese Dinge, die Herrlichkeit und die Gegenwart Gottes in seinem Leben irgendwann nicht mehr erlebt.

Man kann Jesus lieben, man kann die Bibel lesen, man kann in die Kirche gehen, und zwar aufrichtig. Und trotzdem sich daran gewöhnt haben, dass man Gott nicht mehr so erlebt, dass er einen nicht mehr zu Tränen rührt, dass er einen nicht mehr überwältigt. Wenn wir lange genug hier sind, irgendwann wissen wir nicht mehr, wo ist das noch mal, die Gegenwart Gottes, weil wir erleben sie nicht mehr. Und wir werden wir werden wie blind.

Und es geht noch weiter. An Pfingsten lesen wir davon, dass der Heilige Geist kommt auf all die, die glauben und die sich zu Jesus bekennen. Und auf einmal redet die Bibel davon, dass es gar nicht mehr diesen Tempel geht, sondern dass wir auf einmal der Tempel des Heiligen Geistes sind. Ich weiß nicht, ob Du dir dem heute bewusst bist.

Und das sind lauter Benefits, die das Fasten mit sich bringt und die sind großartig und ich will aber heute über eine spezielle Sache reden und das ist, wie uns Fasten hilft, die Gegenwart Gottes zu erleben. Und wenn Du jetzt denkst, ah ja, der sagt mir bestimmt gleich, wenn ich es schaffe, lange genug nichts zu essen, dann werde ich Gottes Gegenwart erleben, ja? Dann will ich dir direkt schon sagen, nee, das ist nicht der Punkt, auf den ich gleich raus will.

Warum passieren überall da, wo Jesus hingeht, Zeichen und Wunder? Warum stehen Tote auf? Warum werden Lahme wieder gehend? Warum können Blinde wieder sehen? Warum ist dort Freude? Jesus ist auf Hochzeit, der Wein wird vermehrt. Warum sind dort tiefe, enge Beziehungen? Warum fahren dort Dämonen aus? Warum geschehen dort Zeichen und Wunder, wo Jesus ist? Weil Jesus Gott ist und in Jesus die Gegenwart Gottes zu den Menschen kommt.

Das liegt nicht daran, weil da Adam und Eva sind und die sind nackt und die mögen sich. Es liegt auch nicht daran, dass einfach nur, keine Ahnung, die Sonne die ganze Zeit scheint, sondern das Paradies ist deswegen paradiesisch, weil Gott dort unmittelbar ist. In der Bibel lesen wir, und das ist gerade mal für diesen Moment egal, wie symbolisch oder wörtlich Du das nimmst, darum geht's jetzt gerade Aber wir lesen, wie Gott selbst im Garten umherging und eng Gemeinschaft hatte mit den Menschen, die dort waren.

Weißt Du, Du musst nicht mal erst während dem Fasten all deine Götzen beseitigt haben. Weißt Du was? Wenn Du heute hier bist und Du sagst, sieht grad so aus, ich hab immer noch diese Dinge, weißt Du was? Das Kreuz ist nicht erst da, wenn Du aufgeräumt hast. Das ist jetzt da, in diesem Moment. Ich bin nicht durch mit allen Themen, aber ich hab Jesus und den brauch ich. Und immer wieder sag ich Jesus, danke. Durch dich kann ich das erleben.

Und ich mach das manchmal so, wenn ich eine Not hab. Wenn ich merke, ich will diese Sachen eigentlich, mich wegzumachen. Dann mach ich die Augen zu und stell mir Jesus, diesen Gekreuzigten vor und sag, Jesus, Du bist gestorben für meine Schwachheit. Weil Du gelitten hast, kann ich Freude haben. Weil Du die Scham auf dich geladen hast, kann ich Annahme erleben.

Und dann habe ich Kinder bekommen und die Nächte wurden schwierig. Und ich dachte mir, boah, wenn die Nächte so weitergehen, dann wird mein Leben mies, weil ich hab keine Kraft mehr, dann hab ich keine gute Laune mehr, dann kann ich nicht mehr arbeiten, dann geht's bergab. Schlaf ist super, schlaf so wie Du kannst. Aber wenn Du mal keinen Schlaf bekommst und dann denkst so wie ich, oh, jetzt wird's aber mies und jetzt hab ich schlechte Laune. Weißt Du was? In meinem Leben ist es und Gott ist immer noch dran mit mir. Schlaf ist Götze in meinem Leben, weil ich Versorgung von diesem Schlaf haben will, obwohl Gott sagt, selbst wenn Du ihn nicht kriegst, ich kann dir Kraft geben.

Was macht es mit dir, wenn Du merkst, es wird enger im Geldbeutel? Denkst Du dann, ja, jetzt muss ich meinen Laptop länger rausholen, mehr arbeiten, aufsteigen in der Karriereleiter, Überstunden schieben, mehr sparen, alles keine schlechten Sachen per se. Aber wenn Du denkst, das ist das, was dich durchbringen wird durch die aktuelle Phase, dann beziehst Du Versorgung von deiner Arbeit, deinem Laptop und nicht von Gott, dann ist das ein Götze, der hier drinsteht.

Guck mal, ich hab Bild, ich lieb meine Frau, die ist wunderschön und meine Kinder auch. Ist toll, lieb deine Kinder, hab Freude an ihnen. Aber wenn deine Kinder die Quelle deiner Freude werden und irgendwann Dinge tun, die dir nicht gefallen und Du deswegen in eine Krise stürzt oder schlechte Laune hast, weil deine Kinder nicht so sind, wie Du denkst oder dein Partner oder deine Freunde, wenn deine Kinder irgendwann ausziehen und Du hast keinen Sinn mehr im Leben, dann ist es Götze geworden. Dann hast du diese Dinge, Sinn, Freude bei deinen Kindern gesucht, bei deinen Freunden gesucht, bei deinem Partner gesucht und nicht bei Gott.

Fasten ist eine großartige Sache, ja? Also es ist, Fasten brechen muss man üben, habt ihr gehört, aber Fasten hat wahnsinnig viele Vorteile, ja? Ein Vorteil ist die gesundheitliche Wirkung. Da musst Du nicht mal glauben für, sondern ist einfach gut für den Körper und Gott heilt auch durch das Fasten. Der Tobi hat von, ich glaub schon paar Jahre her erzählt, wie er nach diesen twenty one days im Fasten seine Medikation für eine Krankheit, die er damals hatte, total stark reduzieren konnte, weil er gemerkt hat, wie krass sein Körper auf einmal wieder besser dasteht. Und er hat's mit seinem Arzt abgesprochen und gemerkt, krass, er braucht wirklich weniger als vorher. Mega.

Gottes Gegenwart, das ist son Wort, was wir gerne verwenden und es ist auch gut, dass wir es gerne verwenden, weil es was Großartiges ist. Aber was ist es eigentlich? Gottes Gegenwart zu beschreiben ist eigentlich sehr simpel. Gott ist omnipräsent, das heißt, er ist überall, gar keine Frage, weil er Gott ist und alles geschaffen hat. Und trotzdem gibt's Momente, in denen Gott auf irgendeine Art und Weise sagt, hey, in dieser Person, an diesem Moment, in diesem Ort, da zeige ich noch mal mehr, dass ich gerade wirklich präsent da bin, dass ich spürbar da bin.

Und was sie dort eigentlich tun, ist die Geschichte der Menschheit, die beginnt, Und zwar, das ist der erste Fall, den ich lese in der Bibel, von Götzendienst. Götzendienst, denken wir an so Statuen, die wir anbieten, aber Götzendienst ist viel subtiler. Götzendienst ist immer, wenn wir uns Versorgung, egal in welcher Art und Weise, ob Kraft, Weisheit, Erkenntnis, Freude suchen, nicht bei Gott und nicht bei dem, was Gott gibt, sondern woanders.

Eigentlich müssten sie sterben. Und das finden wir immer hart. Warum sagt Gott, du musst sterben, wenn du was getan hast? Gott ist nicht böse. Es ist die Heiligkeit und Herrlichkeit Gottes, bei der nichts bestehen kann und vor der und in der nichts bestehen kann, was nicht gleichwertig heilig und gut ist. Die Sonne zum Beispiel, wenn Du in die Sonne, nah genug an die Sonne ran fliegst, verbrennst Du. Ist aber nicht, weil die Sonne böse ist, sondern weil die Sonne mächtig und heiß ist.

Ist aber nicht, weil die Sonne böse ist, sondern weil die Sonne mächtig und heiß ist. Und das Prinzip gilt auch für Gott. Das heißt, Adam und Eva, sie fliegen raus aus der Gegenwart Gottes, sie fliegen raus aus Eden und müssen von nun an in Welt, in der Gottes Gegenwart nicht mehr überall spürbar präsent ist, leben. Und viele schwere Dinge kommen damit einher und das krasse an Gottes Herzen ist, dass Gott sagt, trotzdem, weil ich weiß, wie sehr die Menschen meine Gegenwart brauchen. Ich mein, wir alle sehnen uns doch nach Frieden, Versorgung, Kraft, Freude, Wiederherstellung, Natur, die aufblüht, weil wir, er weiß, wie sehr wir das brauchen und weil er selber es liebt, uns nahe zu sein, Beziehung mit uns zu haben, schafft er trotzdem immer wieder Orte, wo sein Volk, wo die Menschen eben zumindest nahe sein können und seine Gegenwart da ist.

Die Gegenwart Gottes ist da, wo diese Dinge passieren: Friede, Freude, Kraft, Wunder. Und jetzt weiß Gott aber, dass er zwar den Menschen nahe kommt und trotzdem können wir nie ganz zu Gott kommen, weil uns die Dinge trennen, unsere eigene Schuld, Dinge, uns abhalten, zu bestehen zu können vor der Herrlichkeit Gottes. Und er schickt seinen Sohn ans Kreuz. Und an diesem Kreuz, was wir hier stehen haben, stirbt Jesus.

Und er stirbt in doppelter Funktion. Er stirbt als der Priester, der eigentlich eintritt in die Gegenwart Gottes und als das Opfer. Und in dem Moment, bald haben wir Ostern, Karfreitag, wo Jesus stirbt am Kreuz, lesen wir, dass der Vorhang im Tempel, im Allerheiligsten, der das abgetrennt hat, zerreißt. Das heißt, die Gegenwart Gottes ist plötzlich zugänglich für uns.

Das heißt, dass die Gegenwart Gottes in dir ist. In Momenten, wo eigentlich alles schwer ist und schwierig sein sollte, weil Gottes Gegenwart in dir wohnt, plötzlich Frieden und Freude erleben kannst. Das heißt, dass da, wo du vielleicht keine Hoffnung mehr hast, wo vielleicht Menschen dich rum keine Hoffnung mehr haben, du die Gegenwart Gottes in dir hast und plötzlich Frieden erleben kannst, merken kannst, wie Frieden von dir ausgeht.

Jesus ist gestorben am Kreuz. Guck mal, ich hab's hier noch rausgeholt. Ich hab's sogar bei mir. Ich muss das nicht aus der Kiste rausholen. Warum? Weil ich's immer bei mir hab. Kennst Du die Momente, wo Du dich vielleicht einsam fühlst oder traurig und Du gehst auf Social Media und scrollst so lange, bis Du dich wieder okay fühlst? Wenn ich beim Fasten das weglasse, merke ich, oh krass, diese Traurigkeit und Einsamkeit bleibt ja. Dafür ist Jesus gestorben.

Jesus ist gestorben für die Momente, wo ich denke, jetzt brauche ich meinen Kaffee, sonst habe ich schlechte Laune. Jesus ist gestorben für den Johnny, der seine Frau anraust, weil er Hunger hat, weil er merkt, dass er sich eigentlich wegmachen würde mit dem Essen.

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